21.10.05

Rio


















Dazu fällt mir das hier ein:
"Gedränge nur dem Dieb gefällt drum Augen auf und Hand aufs Geld."

und das führt zu dem hier:
"Ganz furchtbar schimpft der Opapa – die Oma hat kein Paech-Brot da."

U-Bahn fahren in Berlin (West) so um 1987 rum.

Viele wissen das gar nicht mehr, es gab unterschiedliche Bezeichnungen für den Westteil Berlins damals. Die Ossis haben gesagt "Westberlin" und wir haben es Berlin (West) genannt. Das wurde irgendwie immer zu einem Politikum, weil das auch der offizielle Sprachgebrauch war, an der Grenze haben dann die Vopos gesagt "sie wohnen also in Westberlin" "nee wir wohnen in Berlin (West)" und so weiter...

Auf den Autobahnschildern im Osten stand auch "Westberlin" und in der BRD stand "Berlin (West)", man hat sich da ständig verfahren. Nein, natürlich nicht. Sich in der Zone verfahren, das wollte nun wirklich keiner. Man dachte, abseits der Transitstrecke (da-dam da-dam da-dam da-dam... wer das auf Anhieb versteht ist echter West-Berliner) wird man sofort verhaftet oder erschossen.
Nach Dreilinden hat man immer relativ schnell gefunden (relativ weil: man hätte ja mit der S-Klasse auch 200 km/h fahren können, durfte aber nur 100 km/h), ganz instinktiv und von Angst getrieben, und wenn man dann in der Einreiseschlange nach Berlin (West) stand hatte man immer das gleiche Gefühl das eine von Indianern verfolgte Kavallerieeinheit vor dem sich nur sehr langsam öffnendem Tor des schützenden Forts gehabt haben muss.

Heute ist das ganz langweilig. Obwohl - bei Ausflügen ins Berliner Umland funktioniert der alte Gag mit dem "Eintritt 25 Westmark und Reisepass nicht vergessen" immer noch ganz gut...

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