18.10.05

Nanu?

Man sagt gar nicht mehr "nanu"! Habe ich jedenfalls lage nicht mehr gehört. Dabei ist das doch wirklich niedlich. "Nanu, wie ist denn das passiert?" oder "Nanu, eben war es doch noch da!", irgendwie verschwindet das. Wenn ich zurückblicke, dann hat sich die Sprache allein in der Zeit meiner bewußten Wahrnehmung derselben ganz schön verändert. Ich meine jetzt nicht Begriffe für Dinge, die es früher nicht gab - das lässt sich ja nicht umgehen - sondern veränderte Ausdrucksweisen und in Vergessenheit geratene Wörter. Sowas wie "nanu". Ich werde in den nächsten Tagen mal Hardcoregebrauch machen von diesem kleinen Eskimo-Wort (ist natürlich gar keins, klingt aber so - Nanu, der kleine Inuit) und mal sehen ob das jemandem auffällt.

Apropos auffallen. Wer möchte, der kann mal folgendes probieren: auf der Strasse gehend auf dem rechten Bein deutlich humpeln. Darauf achten, dass Leute hinter einem gehen für eine Weile. Dann plötzlich das Humpelbein wechseln und weiterlaufen!

Ich bin ja eh Hobby-Humpler. Nein, nicht so wie dieses "Silly Walks"- Ministerium bei Monty Python sondern richtig medizinisch fundiertes Humpeln. Variationen sind z.B. "steifes Knie", "gebrochener großer Zeh", "geprellter Hacken", "Hüftschaden" etc.
Bei "steifes Knie" kann man auf Nachfragen dann ganz prima sowas sagen wie "Granatsplitter"...

Das Wort "hinken" finde ich doof. "Humpeln" ist um Klassen besser weil es ziemlich niedlich klingt.

"Der kleine pummelige Eskimo Nanu humpelte mit seinem in sein Schnuffelkissen eingekuschelten knuddeligen Quietscheentchen Pupsi über den fluffigen Teppich."


Stacheldraht!

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