6.12.05

Auch lustig

Fand ich ja den hier:



Gesehen bei Titanic-Online. Sollte man ja immer mit dazuschreiben glaub ich.

Quell der Freude



Ja das ist Spiegel Online immer wieder.
Die haben doch eigentlich ihren Zwiebelfisch-Fuzzi, der könnte doch zumindest bei den Headlines immer mal drüberkucken, damit sowas nicht passiert.

Die tote Leiche wurde von Attentätern ermordet.

20.11.05

Das komische Ei

hab ich gekocht, war aber irgendwie eklig und ich hab es weggeworfen.

Ach

Regierung ist da, schade, war ja auch ganz schön ohne. Braucht man ja eigentlich gar nicht... Ich hab momentan wenig Motivation zu bloggen, im realen Leben ist so viel los, dass ich keine Nerven hab auch noch schriftlich zu reflektieren. Aber sicher geht es bald weiter.

1.11.05

Politik macht Spaß

Momentan ist es ein riesiges Vergnügen, unseren Volksvertretern (sehr komisch) beim Quatsch machen zuzusehen. So ein Rumgeeiere (ein klasse Wort wenn man es schreibt) und Geheule und Gezeter hab ich ja mein Lebtag noch nicht mitbekommen in der bundesrepublikanischen Politik. Mein Tip ist, dass Schröder mit Münte und Fischer an einem sensationellen Comeback arbeitet. Dieses ganze Chaos und Hickhack ist alles Taktik. Remember: you read it here first.

Zum Thema hier noch eins meiner Lieblingsteile: diesen wunderschönen Aufkleber habe ich vor Jahren mal nachts von einer Schaufensterscheibe in der Oranienstrasse in Kreuzberg gepopelt. Der klebte dort kommentarlos einfach so.
Kreppklebeband beschriftet mit rotem Edding. Wunderwunderschön.

31.10.05

Egg estranged


















Das Ei da kam aus einem ganz normalen Supermarkt-Eier-Sixpack aus Bodenhaltung. Es ist viel länglicher als normal und hat eine Art Narbe in der Mitte einmal rum. Ist wohl durch die Scanner durchgeflutscht, es entspricht jedenfalls in keiner Weise einem EU-Norm-Ei.

Werde es bald in die Pfanne hauen und dann sehen wir mal, ob es innen auch anders ist.

Ein Weblog betreiben ist superspannend

n/t

Stromberg is God

Gestern Fernseher angemacht und (tataaa!) es läuft Stromberg. Wer solche Kracher wie "warum gibts weiße Schokolade? Damit sich die Neger nicht in die Hand beißen." im deutschen Fernsehen raushaut, der verdient Respekt.

Dankeschön.

Wissen ist und macht geil

Blättere seit kurzem immer mal wieder in Stephen Bayley's "General Knowledge". Ich habe das Buch (eine Zusammenstellung verschiedener Artikel aus mehreren Jahren) oder eigentlich besser gesagt Bayley selbst und seine Sichtweisen noch nicht ganz verstanden, vieles erschliesst sich mir sehr langsam. Sobald ich aber verstehe, was er meint, ist es wirklich großartig. Sowas wie:

"You have opinions and then you have something a little bit superior: an 'informed' opinion. People say that opinions are ten-a-penny, even free, but while they may have a value that is hard to define, they are not worthless. In fact, opinions are the hard currency of conversation, the means of exchange among the chattering classes. To have opinions is one of the great privileges of the modern world: there is no such thing as a medieval opinion. There was medieval philosophy, rhetoric and theology, of course, but their content and scope was rigidly defined. The modern mind with its huge range of reference and its hair-trigger readiness to form opinions emerged from the chaotic confusion of the nineteenth century."

und dann auch sowas: " Why, I wanted to know, did the people who gave us the chilling Vorsprung durch Technik and Arbeit macht frei also give us the 'All White' Golf GTi convertible?"

In dem Absatz geht es um die Frage, warum um Weihnachten rum die Autohersteller weiße Fahrzeugsondereditionen auf den Markt bringen. Sehr interessant und lustig.

Ich bin momentan in einer ganz heftigen Lesephase, ich hab mehrere Bücher am Laufen gerade, je nach Stimmung lese ich hier und dort. Man kann dabei zwar durcheinander kommen, aber das macht nichts. Ist wie ein Live-Mix vom DJ.
Momentan liegt Catcher in the Rye (nie gelesen, wurde mal Zeit), General Knowledge, Stolz der Toten von Kenzaburo Oe, Robert Musil auf dem Plattenteller.

Davor habe ich von Dan Brown "Meteor" gelesen. Ich bin ja nicht so ein Literaturfascho. Ich sehe mir schließlich auch mal nen Hollywood-Blockbuster auf Pro7 an. Man kann ja nicht immer nachdenken, da wird man ja blöd und asozial von.

Ich habe ja z.B. den Zauberberg vor ein paar Jahren endlich mal richtig gelesen, hat gedauert, klar, aber war dann am Ende ein wirklich gutes Gefühl. War gar nicht schlimm, im Gegenteil. Ich musste nur mein anfängliches Trauma (wenn man als Jugendlicher den Zauberberg angefangen hat und daran verzweifelt ist) überwinden, dann hat es geflutscht. Es gibt aber auch einige Bücher, die ich wohl nie zuende bringen werde. Ulysses ist eins davon. Wirklich nicht lesbar. Ich habe nach 50 Seiten solche Kopfschmerzen bekommen, dass ich das Buch zur Seite gelegt habe und eine Woche lang gar nichts mehr lesen konnte.
Ich behaupte mal ganz frech, jeder, der sich Ulysses freiwillig reinquält will bloß die Weiber beeindrucken. Mag sein, dass das auch bei einigen wirklich ein tropisches Klima zwischen den Beinen verursacht. Aber das ist es mir nicht wert. Ich finde ja prinzipiell belesene und gebildete Frauen sexy, aber wenn sie mich als Loser abstempelt, weil ich Ulysses nicht geschafft habe, soll sie bitte abhauen. Ich such mir dann eine Einzelhandelskauffrau-Azubine, die schon harte Nippel kriegt, wenn ich ihr erzähle, dass ich überhaupt lieber lese als DVDs kucke.



P.S.: ich finde die Rechtschreibreform doof, aber das Wort "gucken" hätten die echt mal abschaffen sollen. Sagt doch kein Mensch.

22.10.05

Papagei stirbt in Großbritannien an Vogelgrippe

In China fällt ein Sack Reis um.

Party harder

Gerade bin ich nach Hause gekommen. Ich habe geclubbt, also rumgehangen in einer angesagten Berliner Discothek. Natürlich ist das keine Disco sondern ein Club, aber eigentlich ist es doch eine Disco. Mehrere Dancefloors und mehrere Bars, laute Musik, effektvolles Licht: eine Disco eben. Da der Laden aber von den hippen Leuten bevölkert wird, ist es eben ein Club. So, das wäre geklärt.

Der Club hat auch keinen Namen sondern eine Nummer und war mal wirklich toll, früher, also so etwa im Jahre 2001 oder 2002, weiß ich nicht mehr so genau. The best parties are those you can't remember. Da war ich gerne und hatte wirklich ein paar sehr wilde Nächte. Ja, es waren wirklich wilde Nächte, mit allem, was so dazugehört. Wie aus dem Lehrbuch "dekadentes, selbstzerstörerisches Feiern für fortgeschrittene Hedonisten ohne Tabus". Ich erinnere mich gerne daran. Ich bin froh, das erlebt zu haben.
Heute ist der Laden nach langer Denkpause woanders und nicht mehr toll sondern ganz ok. Genauso ist es mit der Stimmung dort, zum Zeit totschlagen und Leute kucken ist es voll in Ordnung, man kann auch hin und wieder Spaß haben und wenn man genug Wodka trinkt und mit mehreren Freunden da ist, kann es auch mal wirklich lustig werden. Das liegt dann aber wohl eher am Wodka und an den Freunden.

Also da war ich nun vorhin und habe versucht in Stimmung zu kommen, was aber nicht geklappt hat. In Trinklaune war ich auch nicht, ich habe mich einfach nur alt gefühlt (nicht ohne Grund: der Altersdurchschnitt war nach meiner Einschätzung 25) und sogar deplaziert, obwohl ich mich trotz meines Unverständnisses für die Clubmusik durchaus als Clubveteran bezeichnen kann. Ich kenne die Läden schon lange, kenne viele Leute aus der "Szene" und bin Mangels Alternativen ein Teil des Stammpublikums. Aber zuhause fühle ich mich dort nicht mehr (habe ich das jemals?).

Mangels Alternative. Das ist der Grund. Was macht jemand, der auf die Mitte 30 zugeht, ohne Frau und Familie, ohne Hobbies, ohne den Willen zum "gemütlich zuhause Fernsehabend machen"?

Er macht weiter und geht in Clubs und fühlt sich dabei alt und ausgebrannt.

Ich bin übrigens trotzdem glücklich, keine Hobbies zu haben.

21.10.05

Infografik

Diese Infografik wollte ich schon immer mal veröffentlichen. Also bitte:


Regenwald


































Ach wo ich gerade dabei bin, meine Handyfotos zu durchforsten und weil ich vorhin auf Spiegel Online wieder Horrormeldungen bezüglich der Regenwaldabholzung gelesen habe, diese Bilder.
Da war ich im nördlichen Amazonasgebiet, ca. 2 Stunden Autofahrt von Manaos entfernt. Der Regenwald ist wirklich faszinierend. Allerdings zu warm und zu feucht für meinen Geschmack. Von mir aus können die den ruhig komplett abholzen und einen schönen großen Parkplatz drauf bauen.

Wer jetzt evtl. denkt, dass ich solche Sprüche ernst meine, der denkt auch, dass die Fotos wirklich in Brasilien und nicht im Botanischen Garten aufgenommen wurde.

Und bei der Gelegenheit grüsse ich Markus die alte Biologensau! Was kommt nächstes Mal auf die Stirn? Können wir das noch toppen? Ja das können wir - Du weisst auch genau wie!

Drei Unbekannte auf meinem Telefon


















Ich habe dieses Foto auf meinem Handy gehabt. Ich kann mich nicht mehr klar erinnern, auf welcher Party das entstanden ist und wer die drei Mädels auf dem Bild sind. Irgendwelche dunklen Erinnerungen gibt es, Fragmente, kurze Sequenzen. Wie wenn man versucht sich an einen Traum zu erinnern, da gibt es manchmal Erinnerungen, die man nicht mehr in Bilder fassen kann, nur noch in Gefühle oder so ganz verschwommene Wahrnehmungen.

Vorhin hab ich noch überlegt, auf welche Party ich dieses Wochenende gehe. Jetzt bin ich eher dabei, mir zu überlegen, ob ich überhaupt ausgehen soll...

Rio


















Dazu fällt mir das hier ein:
"Gedränge nur dem Dieb gefällt drum Augen auf und Hand aufs Geld."

und das führt zu dem hier:
"Ganz furchtbar schimpft der Opapa – die Oma hat kein Paech-Brot da."

U-Bahn fahren in Berlin (West) so um 1987 rum.

Viele wissen das gar nicht mehr, es gab unterschiedliche Bezeichnungen für den Westteil Berlins damals. Die Ossis haben gesagt "Westberlin" und wir haben es Berlin (West) genannt. Das wurde irgendwie immer zu einem Politikum, weil das auch der offizielle Sprachgebrauch war, an der Grenze haben dann die Vopos gesagt "sie wohnen also in Westberlin" "nee wir wohnen in Berlin (West)" und so weiter...

Auf den Autobahnschildern im Osten stand auch "Westberlin" und in der BRD stand "Berlin (West)", man hat sich da ständig verfahren. Nein, natürlich nicht. Sich in der Zone verfahren, das wollte nun wirklich keiner. Man dachte, abseits der Transitstrecke (da-dam da-dam da-dam da-dam... wer das auf Anhieb versteht ist echter West-Berliner) wird man sofort verhaftet oder erschossen.
Nach Dreilinden hat man immer relativ schnell gefunden (relativ weil: man hätte ja mit der S-Klasse auch 200 km/h fahren können, durfte aber nur 100 km/h), ganz instinktiv und von Angst getrieben, und wenn man dann in der Einreiseschlange nach Berlin (West) stand hatte man immer das gleiche Gefühl das eine von Indianern verfolgte Kavallerieeinheit vor dem sich nur sehr langsam öffnendem Tor des schützenden Forts gehabt haben muss.

Heute ist das ganz langweilig. Obwohl - bei Ausflügen ins Berliner Umland funktioniert der alte Gag mit dem "Eintritt 25 Westmark und Reisepass nicht vergessen" immer noch ganz gut...

19.10.05

Neues Spielzeug

Habe das Gefühl, das Blog liegt heute schon in der Ecke und fängt an zu verstauben. Dabei gibt es gar kein neueres Spielzeug gerade.

Bald Staubwischen.

18.10.05

Nanu?

Man sagt gar nicht mehr "nanu"! Habe ich jedenfalls lage nicht mehr gehört. Dabei ist das doch wirklich niedlich. "Nanu, wie ist denn das passiert?" oder "Nanu, eben war es doch noch da!", irgendwie verschwindet das. Wenn ich zurückblicke, dann hat sich die Sprache allein in der Zeit meiner bewußten Wahrnehmung derselben ganz schön verändert. Ich meine jetzt nicht Begriffe für Dinge, die es früher nicht gab - das lässt sich ja nicht umgehen - sondern veränderte Ausdrucksweisen und in Vergessenheit geratene Wörter. Sowas wie "nanu". Ich werde in den nächsten Tagen mal Hardcoregebrauch machen von diesem kleinen Eskimo-Wort (ist natürlich gar keins, klingt aber so - Nanu, der kleine Inuit) und mal sehen ob das jemandem auffällt.

Apropos auffallen. Wer möchte, der kann mal folgendes probieren: auf der Strasse gehend auf dem rechten Bein deutlich humpeln. Darauf achten, dass Leute hinter einem gehen für eine Weile. Dann plötzlich das Humpelbein wechseln und weiterlaufen!

Ich bin ja eh Hobby-Humpler. Nein, nicht so wie dieses "Silly Walks"- Ministerium bei Monty Python sondern richtig medizinisch fundiertes Humpeln. Variationen sind z.B. "steifes Knie", "gebrochener großer Zeh", "geprellter Hacken", "Hüftschaden" etc.
Bei "steifes Knie" kann man auf Nachfragen dann ganz prima sowas sagen wie "Granatsplitter"...

Das Wort "hinken" finde ich doof. "Humpeln" ist um Klassen besser weil es ziemlich niedlich klingt.

"Der kleine pummelige Eskimo Nanu humpelte mit seinem in sein Schnuffelkissen eingekuschelten knuddeligen Quietscheentchen Pupsi über den fluffigen Teppich."


Stacheldraht!

Wurst Käse Szenario

Murphys Law

Wenn eine Wurststulle runterfällt, dann immer auf die Belag-Seite.
Das gilt auch für Käsestullen.

Sagt man.

Deshalb.

Dabei ist das ja kompletter Unsinn. Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass das Verhältnis 50-50 ist, dass wir das nicht so wahrnehmen liegt angeblich daran, dass wir Menschen Glück (Stulle fällt auf die trockene Brotseite) augenscheinlich weniger weit vorne speichern als Pech (Stulle fällt auf die Belagseite).

Ich glaube aber, der Grund dafür ist, dass der Fall auf die Belagseite deutlich mehr Zeit kostet, denn das Entfernen von Fusseln und Krümeln dauert (ein ganz intensives Erlebnis, z.B. wenn ein Marmeladenbrot auf einen lange nicht gesaugten Berberteppich trifft) und ist fast so unangenehm wie Kabelsalat entwirren.
Aber nur fast. Ich neige tatsächlich dazu, Symptome eines herannahenden Nervenzusammenbruchs zu bekommen, wenn ich Kabel entwirren muss. Das Schlimmste dabei ist, ich kann das Werk nicht unvollendet lassen, ich muss die Kabel und ihren Drang zum kompliziert miteinander kuscheln besiegen.

Nach dem Sieg über einen sagen wir mal 6 Monate alten Kabelhaufen unter einem Schreibtisch brauche ich ein Wellnesswochenende. Oder ich setze mich hin und versuche irgendwie über Wireless Power nachzudenken. Da ich aber eher nicht der Physiker bin, mach ich dann doch eher Wellness (6 Bier und 4 Wodka in netter Atmosphäre).

Wenn man mich in ein Gulag schicken würde und ich die Wahl hätte zwischen 10 Stunden Steine kloppen und 5 Stunden Kabel entknoten - ratet mal, wofür ich mich entscheiden würde.





(Antwort: Kabel entknoten. So bescheuert bin ich ja nun auch wieder nicht.)

Bloggers Banquet

Ich muss mich erstmal daran gewöhnen, dass ich jetzt ein Blog habe. Das ist ja irgendwie wie ein Tamagotchi, will immer gefüttert werden, damit es nicht so trübselig aussieht. Ein Blog mit weniger als 50 Einträgen ist glaub ich auch noch gar keins... Ein Blogger bin ich jedenfalls noch nicht. Will ich eigentlich auch nicht werden, fällt mir da gerade ein. Verwirrend? Finde ich auch. Keine Ahnung, warum ich hier schreibe, ich bin auch noch dabei, das rauszufinden.

Tagebuchschreiber war ich auch nie, ich hab immer nur hin und wieder mal meine Gedanken aufgeschrieben, mehr als Zusammenfassung, damit ich nicht vergesse, dass ich ja auch in der Vergangenheit ein Leben hatte... Ich habe die Hoffnung, dass so ein Blog dazu führt, dass ich mich intensiver mit mir und dem Scheiß um mich rum befasse. Noch intensiver? Hell yeah! Und bewusster vielleicht, sensibler, eingehender...
Ach und es soll ja auch dazu führen, dass ich mal anfange, schreiben zu lernen. Gut schreiben zu lernen. Ich will ja Bestsellerautor werden!

Na ma kieken ob das Blog hier ein properer Lausbub wird oder ob es den frühen Kindstod stirbt.

17.10.05

Das Büro

Tastaturklappern in Quadraphonic und ätzende Leute machen meine Arbeitszeit zur Qual.
Things are going wrong aber auch irgendwie ok. Besser wrong als gar nicht, könnte man denken. Ja das ist Fatalismus, aber Fatalismus kann ja auch sexy sein. So wie man sagt, man trifft lieber eine Entscheidung, auch wenn sie sich als falsch rausstellt, als wenn man stehenbleibt und verhungert.

Berlin ist eine Drecksstadt, geht echt gar nicht. Aber ich liebe es. Wenn Berlin sauber und piefig wäre, wär ich schon längst weg. Das abgefuckte ist das, was es leben lässt.

Ich will ein Buch schreiben.
Das könnte etwa so anfangen:

"Seit dem schwarzen Album find ich Metallica irgendwie zu kommerziell. Und Brian Johnson hat nichtmal ein zehntel von dem Sexappeal, den Bon Scott hatte. Auch wenn ich den nie live gesehen habe. Brian Johnson aber schon. 1991 in der Waldbühne. Mit Metallica als Vorgruppe. Und Queensryche. Heutzutage in meinen Kreisen Queensryche auch nur ganz ok zu finden ist glaub ich ganz schön peinlich. Wenn ich jetzt in einer dieser Abendshows sitzen würde und Hape Kerkeling fragt mich "was war denn Dein peinlichstes Erlebnis" dann würde ich sagen: "ich hab mal in einem Buch geschrieben, dass ich Queensryche - jedenfalls die Operation:Mindcrime und auch ein paar Songs von der Empire - ganz geil finde. Auch heute noch."

Oder ganz anders.

"Oder ganz anders" gilt für alles.

Intelligentes Design

Irritierend, aber irgendwie auch reizvoll ist die Vorstellung, dass in den USA wie heute auf Spiegel Online zu lesen war über die Hälfte der Amerikaner ernsthaft die Evolutionstheorie in Frage stellen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,379334,00.html
Wenn das ein Trend wird, dann wird man in den USA bald wieder die Sonne um die Erde kreisen lassen und auch sonst könnte sich dort eine Art modenes Mittelalter etablieren mit dem interessanten Aspekt, dass alle die Fakten kennen, sie aber mutwillig ignorieren. Das Desinteresse an der wirklichen Welt scheint in Amerika massiv zuzunehmen, man möchte meinen, die Verfechter der Wahrheit haben den Kampf aufgegeben.

Und übrigens, wenn der Mensch intelligentes Design sein soll, dann kann ich nur lachen.
Das ist ja nun wirklich absoluter Quatsch.